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Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?

mbrennwa | 31 Oktober, 2011 22:18

Heute war auf dem Heimweg mal wieder richtig was los. Angefangen hatte es damit, dass ich vergeblich versucht hatte, mein Stahlross an eine Strassenlaterne anzulehnen. Das Ross war aber müde und ist dann gaaaanz langsam umgekippt und dabei mit diesem fiesen Kratzgeräusch der Stange entlang geschrammt. Es blieb nicht nur ein guter Teil des (sowieso schon vergammelten) Lacks am Laternenpfahl, sondern auch noch der letzte Rest White Carbon. Kaum losgefahren, wurde ich und das Ross zwischen einem Lieferwagen und dem Bordstein eingeklemmt (N.B.: unter dem Auto war ein Veloweg. Aber der war insbesondere für den Autolenker schwierig zu sehen, weil sein Sitz ja nicht durchsichtig war. Er konnte folglich nichts dafür). Weiter ging es mit einer Autotüre (gibt es eigentlich ein treffendes deutsches Wort für "doored"?) und zwei Fussgängern (einer davon besoffen), alles (inkl. Autotüre) auf Velowegen. Bei der ersten Zwischenstation angekommen nahm ich meinen Sohn in Empfang, schnallte ihn im Trailer und den Trailer am Velo fest.

Aber was interessieren mich schon Autos, Türen und Velowege. Auf der nächsten Etappe wurde es nämlich richtig lustig! Der Verkehr war bald überwunden, und ich bog mit Ross und Sohn in den Wald ein. Im Wald war's dunkel wie in einer Kuh, der Schotterweg steil wie die Rocky Mountains, der Trailer schwer wie noch eine Kuh, mein Sohn irgendwie auch, und das Stahlross hat diese neumödischen Slicks auf den Felgen. Und das beste daran: ich geniesse es! Kämpfen, kämpfen, immer weiter, bis wir oben auf dem Berg ankommen!

Wir wähnen uns schon beinahe am Etappenziel – aber dann: Kühe! In der nebligen Nacht mit Stahlross, Trailer und Nachwuchs über eine Kuhweide zu fahren ist irgendwie ziemlich cool! Danach erreichen wir dann doch das Knusperhäuschen, wo meine Tochter den Nachmittag verbracht hat. Nachdem wir in der Dunkelheit ihre sieben Sachen zusammengesucht haben und irgendwann auch ihren Bruder wieder finden (der hat sich unbemerkt ins Gebüsch geschlagen), werden im Trailer die Gurten wieder gespannt, und der Downhill geht los. Es würde zu weit gehen, hier in aller Öffentlichkeit weitere Details preiszugeben, aber: wir haben auf dem Weg nach Hause alle vor Freude geschrien (ok, das Stahlross hat erbärmlich gequietscht), und wir sind alle noch wohlauf (auch das Stahlross, ist halt aus Stahl). Gleich nochmal!

Posted in Allgemein, Veloverkehr . Kommentare: (4). Trackbacks:(0). Permalink
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Comments

  1. 1. mbrennwa  |  11/07,2011 at 19:16

    Ich habe heute versucht, den Höllenritt von letzter Woche zu wiederholen. Diesmal musste ich mich mit dem Velo diesseits des Elektrozaunes begebem. Im stockdunklen Nebel den Weg um die aufgebrachten Kühe herum zu finden war schon eine ganz schöne Herausforderung für einen Stadtmenschen wie mich. Als sich das Stahlross am Zaun dann auch noch in einen elektrischen Stuhl verwandelte, hat's mich dann ganz aus den Socken gehauen. Aber hey: wer kann schon von sich behaupten, auf seinem Velo einen elektrischen Schlag erlebt zu haben? Und nein, das war im Fall kein e-Bike...

  2. 2. Tamburin  |  11/10,2011 at 10:14

    Zaun und Velo? Wenn Dir das so viel Spass macht, empfehle ich dringend, dass Du dir den Film "Jour de Fête" von und mit Jacques Tati anschaust. Er fährt betrunken nach Hause und lehnt seine Petite Reinette an einen Viehzaun... Und, unter uns: Wäre das mit einem Brooks-Sattel auch passiert?

  3. 3. Tamburin  |  11/10,2011 at 10:15

    Oha, das heisst natürlich Petite Reine. Tschulligung.

  4. 4. mbrennwa  |  11/12,2011 at 09:25

    Nein, mit Brooks-Ledersattel wäre das nicht passiert. Die Kühe hätten bestimmt bemerkt, dass ich auf einem ihrer Verwandten sitze und hätten es darum bestimmt nicht beim blöd anschauen belassen. Ich wäre wohl nicht mehr bis zum Zaun gekommen...

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