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RAATUAOO EEHLO AHLT OOOOT!

mbrennwa | 12 Januar, 2012 20:09

Wie so oft am Abend in der Stadt: die Autos stehen rat- und tatlos in langen Schlangen vor den Rotlichtern rum. Ich fahre wie immer genüsslich an einer dieser Schlangen vorbei und halte bei der Ampel. Es wird grün, ich und die Schlange legen los – und dann passiert das: eins der Schlangenautos schliesst zu mir auf, das Fenster geht runter und die Autofahrerstimme schreit «RAATUAOO EEHLO AHLT OOOOT!!!»

Ich verstehe kein Wort, bin aber überzeugt, dass meine Anwesenheit auf zwei Rädern mal wieder zu viel war für eine dieser empfindlichen vom abendlichen Verkehrsstau gereizten Autofahrerseelen. Dennoch bin ich interessiert an dem Anliegen und frage deshalb (ich muss zugeben, meine Stimme riecht bereits leicht nach Testosteron): «Hey, waaas isch looos?». Aus dem Auto tönt es jetzt klar verständlich: «Gratulation, e Velo wo haltet bi Rot!»

Mein Testosteron verwandelt sich in ein etwas verwirrtes Grinsen, und mein Daumen geht nach oben. Irgendwie cool, diese Autofahrer…

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2012 - das Jahr der winzigen Abenteuer

tamburin | 03 Januar, 2012 11:56

Um es gleich vorweg zunehmen: Ich nehme mir auch dieses Jahr wieder einiges vor fürs neue Jahr, ganz unverdrossen. Das geht nur, weil es mir am Ende des Jahres dann wieder mal ganz egal sein wird, ob ich irgendwas davon umgesetzt haben werde oder nicht. Darauf kommt es nämlich gar nicht an im richtigen Leben - ganz im Gegensatz zum Berufsleben, wo man sich verbessern und seine Leistung steigern sollte zwischen zwei Mitarbeitergesprächen. Radfahren gehört zum Glück zu meinem richtigen Leben, und darum kann ich es machen, ohne einen Zwölf-Monate-Plan und Standortbestimmungen.
Zurück zu meinen Vorsätzen. Denen bin ich vorgestern im Internet begegnet. Das heisst, ich hatte sie mir schon gemacht, die Vorsätze, und dann bin ich auf das hier gestossen: http://vimeo.com/33318269. Ich finde, das klingt toll und richtig ansteckend. Einfach mal vor der eigenen Haustüre ein Abenteuer erleben. Es ist nichts wahnsinnig neues, manch einer hat das schon oft gemacht. Aber wie der Alastair das so rüberbringt, da möchte man gleich den Schlafsack in die Velotasche stopfen und losfahren. Abends aus dem Büro raus und ins Grüne fahren, irgendwo  biwakieren, früh aufstehen und am nächsten Morgen zur üblichen Zeit zurück am Arbeitsplatz - aber mit viel Energie in den Knochen. Und auch wenn der englische Ausdruck "Micro Adventure" für uns nach PR-Gag klingt (obwohl, da kann er ja nichts dafür, weil in England, wo er daheim ist, reden sie ja alle englisch) und ein klein wenig nach Selbstvermarktung - ist doch egal! Der eine oder andere, der sich das Filmchen ansieht, fühlt sich vielleicht animiert und verschwindet nächstes Jahr tatsächlich mal im Wald hinter dem Dorf, radelt durch die Nacht, um im Morgengrauen in einem See zu baden, oder übernachtet mal in einer Schneehöhle. Und dann hat Alastair schon sehr viel bewirkt. Ich jedenfalls habe mir für 2012 mehrere Micro Adventures vorgenommen, da ich weder Zeit noch Geld für Macro Adventures wie Erdumrundungen, Höhenrekorde oder Races across Was-auch-immer haben werde. Ausserdem: Small is beautiful. Ein gutes neues Jahr!

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